Kuba will Kryptowährungen anerkennen und regulieren

Kuba will Kryptowährungen anerkennen und regulieren

Letzte Woche veröffentlichte die kubanische Regierung eine Resolution zur Anerkennung und Regulierung von Kryptowährungen und führte dabei „Gründe des sozioökonomischen Interesses“ an. Das Dokument sieht nicht vor, Kryptowährungen zu einem gesetzlichen Zahlungsmittel zu machen, wie es El Salvador mit Bitcoin tut. Stattdessen verweist es auf „Lizenzen“ für Anbieter von virtuellen Vermögenswerten und umreißt die umfassenderen Regulierungsabsichten der Zentralbank.

In diesem Sommer gingen Tausende von Kubanern in seltenen Massenprotesten auf die Straße, um gegen eine pandemische Wirtschaftskrise zu protestieren, die unter anderem zu einem Mangel an Lebensmitteln und Medikamenten führte. Die jährlichen Einnahmen des Landes in Höhe von 3 Mrd. USD aus Überweisungen – also Geldüberweisungen von Auswanderern an ihre Familien – sind ebenfalls geschrumpft, da über 400 Western-Union-Filialen geschlossen wurden, was den Zugang zu Bargeld weiter einschränkte. Als Reaktion darauf haben sich viele Kubaner Kryptowährungen zugewandt, die eine billigere und zuverlässige Möglichkeit darstellen, Geld zu versenden und zu sparen. Einige Bürger, wie der Fotograf Gabriel Guerra Bianchini sind optimistisch, was die Resolution bedeuten könnte: „Es geht um mehr als nur ums Geldverdienen. Es geht wirklich um Freiheit.“

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